Grundversorgung

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Pflegeberatung/Anleitung

Pflegeberatung/Anleitung

Sie selbst oder ein Angehöriger ist Pflegebedürftig geworden ?

Sie brauchen jetzt Hilfe, damit Sie Ihrem Angehörigen helfen können.

Da stehen wir Ihnen zur Seite. Entweder in einem unserer Beratungsbüros in Elsdorf oder Quadrath-Ichendorf oder bei Ihnen zu Hause.

 

 

 

Grundpflege

Grundpflege

Unter Grundpflege versteht man die pflegerische Versorgung eines Menschen, der vorübergehend oder dauerhaft nicht alleine seine alltäglichen Grundverrichtungen bewältigen kann. Der Pflegebedürftige ist dann auf die Unterstützung durch eine Pflegeperson angewiesen: auf eine Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes, auf Sie als pflegenden Angehörigen oder auf andere externe Betreuungspersonen wie z. B. bei der sog. 24-Stunden-Betreuung. Es gibt hier die kleine und die große Grundpflege mit folgenden Tätigkeiten:

Die kleine Grundpflege kann folgende Tätigkeiten umfassen:

  • An- und Ausziehen inklusive Auswahl und Bereitlegen der gewünschten Kleidung.
  • Es werden nur Teilbereiche des Körpers gewaschen: Gesicht und Oberkörper oder Genitalbereich und Gesäß.
  • Mundpflege und Zahnpflege, eventuell auch die Zahnprothesenversorgung und Lippenpflege.
  • Ausscheidung (Harnlassen, Stuhlgang) mit Hilfestellung entweder im Bett mit Entsorgung oder Begleitung zum WC mit Hilfestellung und anschließender Reinigung, eventuell Katheterpflege oder Stomaversorgung bei Anus praeter (künstlicher Darmausgang).

Die große Grundpflege kann folgende Tätigkeiten umfassen:

  • Auswahl der Kleidung, Unterstützung beim An- und Ausziehen.
  • Ganzkörperwäsche am Waschbecken, in der Dusche oder in der Badewanne mit Haarwäsche und Trocknung.
  • Mund- und Zahnpflege, eventuell auch die Zahnprothesenversorgung und Lippenpflege.
  • Ausscheidung (Toilettengang) mit Hilfestellung entweder im Bett mit Entsorgung oder Begleitung zum WC mit Hilfestellung und anschließender Reinigung, eventuell Katheterpflege oder Stomaversorgung bei Anus praeter (künstlicher Darmausgang).

 

Behandlungspflege

Behandlungspflege

Unter „Behandlungspflege“ werden ärztliche Tätigkeiten verstanden, die vom Arzt an Pflegefachkräfte/ Pflegepersonal delegiert werden. Diese Tätigkeiten dienen dazu, Verschlimmerungen von Krankheiten zu verhüten, Krankheiten zu lindern oder zu heilen.

 

  • Messung & Überwachung von Blutdruck & Blutzucker
  • Postoperative Versorgung
  • Richten und Verabreichen von Medikamenten im Tages- oder Wochendispenser
  • Richten & Verabreichen von Injektionen s.c./i.m. (Insulin, Schmerztherapie u.ä.)
  • Anhängen von intravenösen Infusionen
  • Pflege des zentralen Venenkatheters und von Portsystemen
  • Verabreichen von Augentropfen
  • An- & Ausziehen von medizinischen Kompressionsstrümpfen
  • Anlegen von stützenden oder stabilisierenden Verbänden & Kompressionsverbänden
  • Anlegen & Wechseln von Wundverbänden, Versorgung von Dekubiti
  • Durchführung lokaler Therapien: Medizinische Einreibung & dermatologische Bäder
  • Durchführung von ärztlich verordneter Flüssigkeitsbilanzierung
  • Verabreichen von Klistieren & Klysmen, digitales Enddarmausräumen, Hebe- und Senkeinlauf
  • Katheterisierung: Einlegen, Entfernen & Wechseln eines Blasenkatheters
  • Stomaversorgung (Urostoma, Anus praeter)
  • Versorgung von PEG-Anlagen
  • Bronchialtoiletten, Wechsel & Pflege der Trachealkanüle, Absaugen der oberen Luftwege
Verhinderungspflege

Verhinderungspflege

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege. Diese sogenannte Verhinderungspflege kann etwa durch einen ambulanten Pflegedienst, durch Einzelpflegekräfte, ehrenamtlich Pflegende oder nahe Angehörige erfolgen.

Seit dem 1. Januar 2015 ist eine Ersatzpflege von bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr möglich. Außerdem können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf maximal 150 Prozent des bisherigen Betrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet. Seit dem 1. Januar 2016 wird auch die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes für bis zu sechs Wochen im Jahr fortgewährt. Ab 1. Januar 2017 stehen die Leistungen der Verhinderungspflege den Versicherten der Pflegegrade 2 bis 5 zu.

Quelle: BfG

Hauswirtschaftliche Versorgung

Hauswirtschaftliche Versorgung

Die häusliche Versorgung umfasst im Wesentlichen alle hauswirtschaftlichen Hilfsleistungen im Umfeld des Pflegebedürftigen. Sie ist neben der Grundpflege Bestandteil des Sozialgesetzbuches (SGB) XI und gehört zur häuslichen Pflege. Leistungsträger ist die Pflegekasse.

Entlastungsleistungen

Entlastungsleistungen

Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, können sogenannte zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen. Diese sollen die Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen unterstützen, zum Beispiel um eine Betreuung im Alltag sicherzustellen oder zur Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung oder der Organisation des Pflegealltags.

Ab 1. Januar 2017 erhalten Pflegebedürftige aller Pflegegrade (1 bis 5), die ambulant gepflegt werden, einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Dieser ersetzt die bisherigen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI. Der Entlastungsbetrag ist keine pauschale Geldleistung, sondern zweckgebunden. Er kann zur (Ko-)Finanzierung einer teilstationären Tages- oder Nachtpflege, einer vorübergehenden vollstationären Kurzzeitpflege oder von Leistungen ambulanter Pflegedienste (in den Pflegegraden 2 bis 5 jedoch nicht von Leistungen im Bereich der Selbstversorgung) verwendet werden. Außerdem kann er für Leistungen durch nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag eingesetzt werden.

Der Entlastungsbetrag wird zusätzlich zu den sonstigen Leistungen der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege gewährt, er wird mit den anderen Leistungsansprüchen also nicht verrechnet. Nicht (vollständig) ausgeschöpfte Beträge können innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres in die Folgemonate bzw. am Ende des Kalenderjahres noch nicht verbrauchte Beträge können in das darauffolgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Quelle:BfG

Die Möglichkeiten zur Nutzung dieses Angebotes bestehen z.B. in der:

  • Hilfe im Haushalt & Begleitung bei Besorgungen sowie Arzt- und Behördengängen.
  • Hilfe beim Spazieren gehen. Übungen zur Verbesserung der Mobilität.
  • Arzt-, Behörden- und Apothekengänge
  • Unterstützung bei der Hausarbeit oder einfach das spielen von Gesellschaftsspielen.
  • und viele weitere Leistungen

Wir helfen Ihnen gerne Ihre individuellen Wünsche zu erfüllen.

Die 125 € im Monat summieren sich auf. Wenn Sie nicht genutzt werden, könne Sie bis zum 30 Juni des Folgejahres abgerufen werden. Erst danach verfallen die Ansprüche.

Wenn die 125 Euro pro Monat tatsächlich nicht ausreichen, können Pflegebedürftige einen Teil ihrer Pflegeleistungen nutzen. Auf diese Weise lassen sich bis zu 40 Prozent des Betrags für Pflegesachleistungen für Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen. Allerdings nur wenn davon die Sicherstellung der sonstigen Pflege nicht gefährdet wird.